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Rezensionen 2019

Präkels, Manja: Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß

‚Hitler‘ kehrt zurück – zwischen DDR und Mauerfall

von Greta Fexer, Sophia Rolf und Samira Warenawan (2019)

„Er verschwand und ich stand noch auf der Veranda, als alle übrigen Gäste längst gegangen waren. Starrte den Himmel an. Kippte Schnäpse in mich hinein und betäubte die Ahnung, der Junge, den sie Hitler nannten, habe mir damals das Leben gerettet.“  (S. 230)

Manja Präkels, Preisträgerin des Deutschen Jugendliteraturpreises 2018, erzählt in ihrem autobiografisch angehauchten Debüt-Roman Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß das Leben vor allem heranwachsender Menschen in der ehemaligen DDR und in der Übergangszeit des Mauerfalls.

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Wu, Yi Meng: Yaotaos Zeichen

Eine Zeitreise durch die Kulturen

von Raphael Krieft (2019)

Die Heimat zu verlassen, in ein fremdes Land einzuwandern und dabei eine fremde Kultur kennenzulernen – um diese hochaktuellen Themen geht es in dem auf geschichtlichen Begebenheiten beruhenden künstlerischen Bilderbuch „Yaotaos Zeichen“: Lucie findet auf dem Dachboden ihres Hauses einen Koffer, aus dem chinesische Schriftzeichen herausfliegen. Diese wunderbaren Zeichen erzählen dem Kind die Geschichte ihres Großvaters Yaotao, welcher in den 1930er Jahren von Shanghai nach Lyon ausgewandert ist. Durch verschiedene Begebenheiten verursacht, wechselt er mit seiner französischen Frau mehrfach die Lebensorte, sodass Fremdheit wechselseitig im jeweils anderen Land erfahren wird. Dabei entsteht ein auch für Kinder nachvollziehbares Panorama aus Glück und Leid, Frieden und Krieg.

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Hegemann, Helene: Bungalow. Ein Roman. 

Bungalow – kein Emotionscocktail für zarte Seelen

von Maren Hasselbach, Clara Marx, Eva Michaelis, Laura Nienhaus (2019)

Die Skandalautorin Helene Hegemann zeigt dem gutbürgerlichen Familienbild und dem Blümchensex den Mittelfinger; dabei bleibt sie dem Stil ihres ersten Buches Axolotl Roadkill treu: schonungslos, ehrlich, direkt, schockierend, präsentiert sich aber zugleich literarisch gereift.

In Hegemanns drittem Roman ‚rekonstruiert‘ die Protagonistin Charlie ihre verkorkste Jugend: Sie ist zwölf Jahre alt und lebt in einer seltsam unbestimmten Zukunft, die von Krieg und Naturkatastrophen gezeichnet ist. Das Viertel, in dem sie mit ihrer alkoholabhängigen und paranoid-schizophrenen Mutter lebt, zeigt deutlich die enorme Kluft zwischen arm und reich. 

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Edwards, Nicole und Luise Uribe: Total verrückte Wörter – Eine Sammlung unübersetzbarer Wörter aus der ganzen Welt

What a wonderful world

von Greta Josefa Kuck, Luna Ludwig, Ursula Machnik, Laura Alina Zielinski (2019)

Du wolltest immer schon mal wissen, ob es ein Wort für das Wetter gibt, das vom Fenster aus schön aussieht, aber zu ungemütlich ist, um hinauszugehen? Und du kennst es bestimmt, dass man jemanden von hinten auf die ‚falsche‘ Schulter tippt, um ihn damit zu necken. Aber wusstest du, dass es im Indonesischen dafür ein eigenes Wort gibt? Oder hast du einen Freund, der immer friert? Im Spanischen nennt man so jemanden „Friolero“.

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Eggers, Dave: Die Mitternachtstür

Ein Blick ins Innere

von Ana Luisa Fuchs, Jaqueline Genten, Felix Jülicher (2019)

„Ein Versprechen ist wie der Boden unter unseren Füßen. Der muss fest sein. Wie können wir gehen und laufen und leben und lachen, wenn wir nicht auf den Boden unter unseren Füßen vertrauen können? Und genauso ist es mit Versprechen. Sie geben uns Halt. Sie halten alle und alles aufrecht.“

In dem kleinen, beschaulichen Ort Carousel scheint nichts so zu sein, wie es sein sollte. Für Granite Flowerpetal bedeutet der Umzug von der sonnigen Atlantikküste in die hügelige Kleinstadt (Carousel) mit ihren unerklärlich schiefen Häusern und rissigen Straßen einen Lebenswandel, den er sich nicht hätte erträumen können: Vom unscheinbaren Granite entwickelt er sich zum mutigen Gran, der zusammen mit seiner Freundin Catalina gegen das Schicksal der Stadt ankämpft.


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Ranisch, Axel: Nackt über Berlin

Kleiner Scherz mit großen Folgen: Zwei Schüler nehmen einen Lehrer als Geisel

von Thomas Fischer (2018)

Der Regisseur und Drehbuchautor Axel Ranisch, der mit der Tragikomödie „Ich fühl mich Disco“ (2013) auf sich aufmerksam gemacht hatte, legt seinen ersten Roman vor, der eine sehr ähnliche Thematik hat wie der Film: Zwei siebzehnjährige Berliner Schüler entdecken ihren Schuldirektor in volltrunkenem Zustand auf der Straße. Selbst auch in Schnapslaune, sperren sie ihn in seiner Wohnung ein. Aus diesem scheinbar harmlosen Scherz entwickelt sich ein psychologisches Drama, das alle drei Hauptpersonen an ihre Grenzen führt.

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Rezensionen 2018

Minelli, Michéle: Passiert es heute? Passiert es jetzt?

Familiendrama

von Julia Klocke, Simone Kurth, Sanne Leyendecker und Sandra Kurka (2018)

„Das Leben besteht aus lauter Momenten, die sich aneinanderreihen. Was von einem zum nächsten führt, lässt sich im Nachhinein kaum sagen. Es ist wie eine Abfolge von Tönen, die eine Melodie ergeben. Manchmal wohlklingend, manchmal nicht.“

Bruchstückartig setzt sich zusammen, wie perfekt Wolfgang Brass‘ Leben zu sein scheint: Neu in der Stadt integriert er sich schnell, die Familie ist beliebt im Ort. In der Schule bereiten ihm besonders Musik und Deutsch große Freude. Seine ganze Familie ist gläubig und geht gerne in die Kirche. Doch irgendwann ändert sich etwas: Die Besuche von Freund*innen bleiben aus, selbst Verwandte kommen nur noch selten zu Besuch. Nachbar*innen und selbst Mitglieder der Kirchengemeinde meiden die Familie zusehends.


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Schwindt, Peter: Borderland

Ein Spiegelbild des Unterbewusstseins

von Lisa Rüprich, Melanie Killert und Lisa Drehsen (2018)
 

„Zeit heilt nicht alle Wunden. Überhaupt nicht. Man lernt vielleicht, mit ihnen zu leben. Aber das war es auch schon. Jane hatte recht. Man war mehr als nur die Summe seiner Verluste. Doch die Verletzungen, die von ihnen geschlagen werden, heilen manchmal nicht.“

Peter Schwindt erzählt in Borderland von dem sechszehnjährigen Vincent und dessen Reise zurück ins Leben. Nach dem plötzlichen Tod des Vaters und der darauffolgenden Depression der Mutter verliert Vincent den Boden unter den Füßen. Auf dem Weg, seine Lebensfreude wiederzuerlangen, helfen ihm Jane und Vida. Dabei lösen die konträren Mädchen unterschiedliche Gefühle in ihm aus und bieten ihm individuelle Zugänge zu seinem Leben. Durch die daraus resultierende Veränderung seiner Persönlichkeit wächst Vincent sowohl in seinen Taten als auch in seiner Sichtweise.

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Tan, Shaun: Reise ins Innere der Stadt

Verstörend schön

von Esther Link, Fabiana Niemann, Meike Reulein & Isabelle Risopp (2018)

Mondfische, die im Himmel leben, Schmetterlinge, die eine ganze Stadt zum Stillstand bringen oder Riesenschnecken, die sich auf Nebenstraßen finden und an Ort und Stelle lieben – in seinem neusten Werk „Reise ins Innere der Stadt“ gelingt es Shaun Tan, das Verhalten der Menschen als absurd darzustellen.

Sein Werk besteht aus insgesamt 25 Kurzgeschichten und Gedichten, die von großartigen Illustrationen, die im Original Ölbilder sind, ergänzt werden. Jede Parabel berichtet von einer Utopie, in der Tiere ein Teil der Großstadt sind. Die oft melancholischen Geschichten beschreiben das Verhältnis von Mensch und Tier. Auf außergewöhnliche Weise schafft es der Autor, die Leser*innen auf eine Reise mitzunehmen, die sie vielleicht nie antreten wollten und von der sie dann doch hoffen, dass sie so schnell nicht wieder endet.

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Steinkellner, Elisabeth: Dieser wilde Ozean den wir Leben nennen

Farbe bekennen

von Katalin Jordan, Kine Aasen, Alina Walter (2018)

Die Entwicklung vom Kind zum Erwachsenen – eine chaotische Zeit voller aufwühlender Themen: Die Emanzipation von den Eltern, die Suche nach Abenteuern inklusive der Sexualität, das dringende Bedürfnis nach einem warmen Platz zum Wohlfühlen bei Freund*innen und Geschwistern oder auch das Erleben der ersten großen Liebe. Und was passiert, wenn in dieser Zeit auch noch das Leben voll zuschlägt? Der Plot eines Jugendromans wäre perfekt. Jedoch bricht Elisabeth Steinkellner diese Konstrukte einmal komplett und dennoch mühelos auf.


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Titelbild

Samson, Gideon: Sternschnuppensommer

Wenn es nur immer so bleiben könnte...

von Franziska Breusch, Selina Dericks und Annika Urbach (2018)

Schwimmen, tanzen, Fahrrad fahren, stundenlang am Strand liegen und die Sterne beobachten: Das klingt wie die Definition einer unbeschwerten Kindheit, noch dazu auf einer Ferieninsel mit seinem besten Freund und dessen Freundin. – Doch was passiert, wenn drei Heranwachsende plötzlich mehr verbindet als nur unbeschwerte Freundschaft?

Jakob verbringt die Ferien bei seinem Vater Yiannis auf einer griechischen Insel. Da er diesen Vater, der von Yiannis Mutter getrennt lebt, bisher kaum kennt und zunächst auch keine Versuche unternimmt, um dies zu ändern, fühlt er sich schon bald einsam und gelangweilt. Als er sich dann auch noch mit seinem Vater streitet, scheint sein Aufenthalt völlig ruiniert. Doch dann trifft er Micha, der sein Leben auf den Kopf stellt; schnell werden die beiden beste Freunde. 

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Titelbild

Faye, Gaël: Kleines Land

Kleines Land, tiefe Risse

von Eva-Maria Joester, Giuliana Kossatz, Jessica Leon und Simon Stein (2018)

„Die Menschen in dieser Gegend waren wie die Erde. Hinter scheinbarer Ruhe, einer lächelnden Fassade und großen, optimistischen Reden waren ständig dunkle, unterirdische Kräfte am Werk, um Gewalt und Zerstörung freizusetzen, die in wiederkehrenden Perioden durchs Land fegten wie tückische Winde: 1965, 1972, 1988. Ein böser Geist schaute regelmäßig vorbei, um die Menschen daran zu erinnern, dass Friede nur ein kleines Intervall zwischen zwei Kriegen ist. Diese giftige Lava, die breiten Blutströme sollten bald wieder an die Oberfläche quellen. Wir wussten es noch nicht, aber die Zeit des Infernos war gekommen, und die Nacht ließ das Rudel der Hyänen und Wildhunde los.“ (Faye 2017, S. 116f.)

In seinem Adoleszenzroman „Kleines Land“ beschreibt Gaël Faye aus der Rückschau des erwachsenen Ich-Erzählers Gabriel, der mittlerweile in Frankreich lebt, wie die Alltagswelt seines Heimatlandes Burundi durch den auflodernden Bürgerkrieg tiefe Risse bekommt und die mit diesem ethnischen Krieg einhergehende physische Vernichtung oder tiefgreifende psychische Verstörung der Menschen in seinem privaten und sozialen Umfeld.

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Lewis, Gill: Der Klang der Freiheit

Die Macht der Verbundenheit

von Dominique Kengels und Marius Witting (2018)

„Ein kleines Boot - Ein Funken Hoffnung - Ein Traum von Freiheit.“
 

Eine kleine Gruppe von Menschen treibt zusammengekauert in einem Schlauchboot auf offener See. Sie sind auf der Flucht, könnten von überall herkommen, könnten nach überall wollen, um ein neues Leben zu beginnen. Alle Personen in dem Boot unterstützen sich gegenseitig, indem sie Brot, Wasser und Kleidung miteinander teilen. Einer von ihnen lehnt jedoch jede Unterstützung ab: der vierzehnjährige Rami, der nichts bis auf einen kleinen Koffer mit einer Geige bei sich trägt. Doch warum ist dieses Instrument das einzige, was Rami mit sich führt? – Doch als Rami zu spielen und eine Geschichte zu erzählen beginnt, lichten sich die Schleier der Ungewissheit und die Passagiere vergessen für eine Zeit lang die Gefahr, in der sie sich befinden. Und was vielleicht noch wichtiger ist: Sie hören den Klang der Freiheit, der ihnen neuen Mut auf dem Weg in ein hoffentlich besseres Leben gibt.

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Titelbild

Herrick, Steven: Ich weiß, heute Nacht werde ich träumen.

Der Fluss des Lebens – Eine poetische Geschichte über das Erwachsenwerden

von Luisa Bach, Ronja Dreckmann und Jana Krasky (2018)

panta rhei / Alles fließt.

 

Harry, der Protagonist dieses kurzen, aber poetisch-kraftvollen Romans, wächst Anfang der 1960er Jahre in einer australischen Kleinstadt auf; leicht hat er es dabei nicht: Mit sieben Jahren verliert er seine Mutter, woraufhin er zusammen mit Vater und Bruder versucht, das Leben selbst in die Hand zu nehmen und neben dem Kummer und dem Leid des Verlustes auch die Freuden des Lebens nicht aus den Augen zu verlieren, auch wenn die Familie nun eine Sonderstellung in der konservativen Kleinstadt einnimmt. Dabei hat der Tod der Mutter auch ein beschleunigtes Erwachsenwerden zur Folge; Harry muss schon früh Verantwortung übernehmen: Mit sieben Jahren erlernt er das Kochen und kümmert sich um seinen jüngeren Bruder. Gleichzeitig entwickelt er sich zu einem jungen Mann, verliebt sich zum ersten Mal, entdeckt die Sexualität und findet eine Freundin. – Doch dann tritt der Fluss wieder über die Ufer…

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Bell, Eric: Dieses Leben gehört: Alan Cole – bitte nicht knicken

Coming out in der amerikanischen Provinz

von Thomas Fischer (2018)

Alan Cole, ein zwölfjähriger, introvertierter, unsportlicher Junge, verliebt sich in seinen Mitschüler Connor Garcia – dieser jedoch klopft schwulenfeindliche Sprüche. Hinzu kommt, dass Alan in einem spießigen amerikanischen Provinzkaff lebt und in den Familien ein Klima von Unverständnis und häuslicher Gewalt herrscht, weshalb die Rahmenbedingungen für ein Coming Out nicht gerade ideal sind.

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Baldwin, James: Von dieser Welt 

Im Namen des Vaters

von Mareike Effinger, Jule Sittardt, Ruben Francis Ram Suri, Katharina Volz (2018)

„Sie saß da und hoffte, Gott möge die Weißen eines Tages unter unvorstellbaren Qualen zur Demut schleifen und ihnen vor Augen führen, dass schwarze Männer und schwarze Frauen […] ein Herz hatten wie andere Menschen, ein menschlicheres Herz als sie.“   

In dem autobiographisch angelehnten Roman „Von dieser Welt“ zeigt James Baldwin die Realität eines afro-amerikanischen Jungen in einer streng religiösen Gemeinde des frühen zwanzigsten Jahrhunderts. Dabei zeigt Baldwin den Lesenden ungeschönt ein Leben voller Rassismus, erleidender und gleichzeitig ausführender Diskriminierung und Gottesfurcht, die als Rechtfertigung für den permanenten und nicht zu beschreibenden Hass genutzt wird.

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Heppermann, Christine: Frag mich, wie es für mich war

Denn jede Erfahrung macht uns zu dem, wer wir sind

von Valeria Rapp, Sabrina Rieder und Chantal Jasmin Schmischke (2018)

„Nick musste mir versprechen, es niemandem zu sagen, damit die Leute, wenn sie mich ansehen, mich als Ganzes sehen.“

In ihrem Roman „Frag mich, wie es für mich war“ erzählt Christine Heppermann die Geschichte von Addie, deren Entscheidung zu einer Abtreibung ihre vorherige Sichtweise auf alles verändert: Sie verlässt das Laufteam, beendet die Beziehung mit ihrem Freund Nick, legt alle aufoktroyierten Kategorien ab und wird zu jemandem, der selbstbestimmt lebt.

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Bach, Tamara: Mausmeer

Sehnsucht

von Lina Fleskes, Marei Gatzke, Helen van den Berg, Sina Wilms (2018)

„Hab sie gelockt mit Essen, mit der Badewanne, hab gesagt, dass wir vielleicht auch schwimmen gehen können, wenn sie mag, in die Sauna, und ich finde dann schon raus, wo man, aber nein. NEIN! 
Was hast du nur vor? EINEN AUSFLUG WOLLTE ICH MACHEN! MIT MEINER SCHWESTER!“

Ben, der jüngere Bruder, initiiert einen Ausflug zum Haus des verstorbenen Großvaters, um seiner Schwester Annika seinen Schulabbruch zu beichten. Sein Wunsch: Ein letztes Mal unbeschwert Zeit mit seiner Schwester verbringen.

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Burger, Judith (Text) und Ulrike Möltgen (Illustration): Gertrude Grenzenlos

Grenzenlos beste Freundinnen

Eine lesenswert-Rezension von Miriam (9 Jahre) (2018)

Der Kinderroman „Gertrude grenzenlos“, geschrieben von Judith Burger und illustriert von Ulrike Möltgen, spielt in der DDR.

Es geht darum, dass ein Mädchen, das in der DDR (Deutsche Demokratische Republik) lebt, ein anderes Mädchen namens Gertrude Leberecht trifft. Gertrude ist anders als die anderen, und Ina wird ihre Freundin. Ina lässt Gertrude nicht im Stich, obwohl sie immer wieder Ärger kriegt. Frau Wendler, ihre Lehrerin, und der Direx, der Schulleiter, sind gegen Gertrude.

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Pauli, Lorenz (Text) und Miriam Zedelius (Illustration): Oje, ein Buch! 

Buch im Buch

Eine lesenswert-Rezension von Johannes (9 Jahre) (2018)

Das Buch mit dem Titel „Oje, ein Buch“ von Lorenz Pauli (Text) und Miriam Zedelius (Bild) handelt von dem Jungen Juri, der der Frau Asperilla sein neues Geschenk zeigt. Das Geschenk ist ein Buch, es heißt „Oje, ein Buch“. Juri und Frau Asperilla beginnen das Buch zu lesen.

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Sarihi, Sepideh und Völk, Julie: Meine liebsten Dinge müssen mit

Geduld für die schönen Dinge

Eine lesenswert-Rezension von Lina (9 Jahre) (2018)

In dem Buch „Meine liebsten Dinge müssen mit“ geht es um einen Umzug, bei dem es einem Mädchen sehr schwer fällt, all ihre liebsten Dinge in einen kleinen Koffer zu packen.

Ein Mädchen muss mit ihren Eltern umziehen. Sie soll alle ihre liebsten Dinge in einen kleinen Koffer einpacken. Aber das Mädchen hat zu große liebste Dinge, zum Beispiel einen Baum und den Busfahrer mit seinem Bus.

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Herzog, Annette (Text) und Katrine Clante / Rasmus Bregnhøi (Illustration): 
Herzsturm - Sturmherz

Wenn Zwei sich in der Mitte treffen

Eine lesenswert-Rezension von Maja (9 Jahre) (2018)

Im Comic „Herzsturm/ Sturmherz“ von Annette Herzog und Katrine Clante geht es um ein Mädchen, das Viola heißt, und einen Jungen, der Storm heißt. Viola ist in Storm verliebt und Storm ist auch in Viola verliebt. Beide trauen sich nicht, dass dem/ der anderen zu sagen, deshalb schreiben sie sich gegenseitig einen Brief. Sie verabreden sich für den Tag um 15 Uhr, um sich ihre Briefe zu geben. 

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Titelbild

Woltz, Anna: Für immer Alaska 

Ein Hund, der aus Feind*innen Freund*innen macht

Eine lesenswert-Rezension von Lina (9 Jahre) (2018)

In dem Buch „Für immer Alaska“ geht es um ein Mädchen, das ihren Hund vermisst und ihn durch einen Zufall wiedersieht.

Sven und Parker sind zusammen in eine neue Klasse gekommen und verstehen sich überhaupt nicht gut. Sven hat Epilepsie und braucht einen Assistenzhund. 

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Labor Ateliergemeinschaft: ICH SO, DU SO – Alles super normal

Alle Menschen sind anders – Ich so, Du so

Eine lesenswert-Rezension von Enno (9 Jahre) (2018)

Dieses Buch, das von der Labor Ateliergemeinschaft verfasst wurde, überrascht die Leser*innen erstmal dadurch, dass es keine zusammenhängende Handlung hat, sondern viele kleine Geschichten enthält. In diesen Geschichten wird vom Leben von Menschen, die anders sind als wir selbst, erzählt.

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Lewis, Gill (Text) und Weaver, Jo (Illustration): Der Klang der Freiheit: Ein kleines Boot - Ein Funken Hoffnung - Ein Traum von Freiheit 

Die Musik des Meeres oder Der Klang der Freiheit

Eine lesenswert-Rezension von Jabob (9 Jahre) (2018)

Wir Kinder wissen schon, dass es viele Flüchtlinge auf der Welt gibt. Das Buch „Der Klang der Freiheit“ erzählt davon, wie es sich anfühlt, auf der Flucht sein zu müssen.

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Labor Ateliergemeinschaft: ICH SO, DU SO – Alles super normal

Alles ist super normal – oder doch nicht?!

von Clara Finken, Mona Messerschmidt, Henrike Müller (2018)

„Wir wollen sein dürfen, wer wir sind, und dazugehören – jeden Tag anders, neu oder gleich, ohne dass man uns bewertet oder in eine Schublade steckt. Denn jeder Mensch ist vielseitig und einzigartig. Und er kann sich verändern. Je offener wir aufeinander zugehen, umso besser gelingt es uns, zusammen glücklich zu sein. Wenn wir alle gleich wären – wie langweilig wäre das Leben!“

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Linker, Christian: Stadt der Wölfe 

Wenn Wünsche Wirklichkeit werden

Eine lesenswert-Rezension von Mats (2018)

Janek streitet sich mit seinen Eltern. Alles auf der Welt macht ihn wütend. Er wünscht sich alle ganz weit weg. Plötzlich antwortet keiner mehr. Die Menschen scheinen verschwunden zu sein!

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Kasmann, Guido: Lena! Chaos! Klappe, die erste! 
von Ava (10 Jahre) (2018)

Lena ist ein Mädchen, das mit ihrer Mutter in einer Pension lebt. Außerdem hat sie sehr viele Tiere und eine Oma, die mit in der Pension wohnt. Sie haben drei Gäste. Da wäre zum Beispiel Herr Marquardt, ein großer sportlicher Mann mit außergewöhnlich großem Kreuz. Außerdem Herr Waldecker & Herr Herzberg, zwei ältere Herren, die sich öfter mal streiten, dennoch gute Freunde sind und Frau von Hünsel, eine sehr eingebildete Dame, die zwei Verehrer hat: Herr Waldecker & Herr Herzberg.

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Bertram, Rüdiger: Milla und das erfundene Glück 
von Eva Schiffer (8 Jahre alt) (2018)

Milla: „Glaubst Du an Wahrsagerei?“

Henri: „Natürlich nicht.“

Milla: „Ich auch nicht, aber ich wusste, dass du das sagen würdest.“

In dem Buch „Milla und das erfundene Glück“ geht es darum, wie es ist, wenn man Konflikte mit seinen Eltern hat und es geht darum, wie Freundschaft dabei hilft, diese zu lösen.

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Wegmann, Ute: Toni

Hühner in Gefahr?

Eine lesenswert-Rezension von Mia (12 Jahre) (2018)

In dem Buch „Toni“ von Ute Wegmann geht es um die zehnjährige Toni, deren Mutter Krebs hat. Wegen der anstehenden Behandlung ihrer Mutter geht Toni für einige Zeit zu ihrer Großmutter, genannt Grossi. Sie freundet sich mit den Tieren des grummeligen Nachbarn an, denen sie nach kürzester Zeit auch Namen gibt. Allerdings kann sie immer nur zu den Tieren, solange der „Muffkopf“ auf dem Feld arbeitet, da dieser nichts davon wissen soll und es ihr garantiert verbieten würde.

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Frank, Astrid (Text) und Regina Kehn (Illustrationen): Enno Anders oder Löwenzahn im Asphalt 

Ennos eigener Planet

Eine lesenwert-Rezension von Jannis (10 Jahre) (2018)

Enno heißt nicht nur Anders, er ist auch nicht so, wie die anderen Kinder in seiner Klasse: Er kann sich nicht so gut konzentrieren und denkt über viele Sachen nach, weshalb es in seinem Kopf immer ziemlich laut ist. Enno hat auch nicht so viele Freunde wie die anderen Kinder, dafür aber einen richtig guten Freund. Das ist Olsen, und der versteht ihn immer.

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Gottschalk, Maren: Mein Köln-Buch: Wissensspaß für schlaue Kinder 
von Martin (8 Jahre) (2018)

Das Buch „Mein Köln-Buch, Wissensspaß für schlaue Kinder“ von Maren Gottschalk ist für Kinder von 8-12 Jahren, für Jungen und Mädchen. Die Autorin Maren Gottschalk studierte Geschichte und Politik und bekam den Luchs-Preis für Kinder- und Jugendliteratur. Die Illustratorin ist Claudia Carls.

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Bacher, Christina: Bolle und die Bolzplatzbande: Das Römergrab 

Vorsicht, clevere Kölner Kinder mit Hund!

von Jule Dahmen (9 Jahre) (2018)

Laura, Wladi, Sema, Kevin und Bolle sind die Kölner Bolzplatzbande, die sich in dem neuen Kinderkrimi von Christina Bacher wieder in ein spannendes Abenteuer begibt.

Die Bande taucht dieses Mal begleitet von einem Hund mit dem Namen Conchita, der eigentlich der „Tussi vom Eigelstein“ gehört, in die römische Geschichte Kölns ab.

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Titelbild

Pei-Yu Chang: Der geheimnisvolle Koffer von Herrn Benjamin

Der mysteriöse rote Koffer oder Der Schlüssel der Welten?

Sude Ates, Jasmine Belair, Florian Heinemann, Kevin Hüsch, Marie Otto, Friederike Paffendorf, Romely Paulo, Leonie Peterwitz vom Leseclub der Ursula-Kuhr-Hauptschule Köln-Heimersdorf (2018)

Kann ein Koffer wichtiger sein als ein Leben? – Wenn es nach diesem spannenden Bilderbuch von Pei-Yu Chang über Walter Benjamin geht, dann schon!

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Kaiser, Jan (Text) und Hans Lafrenz (Ill.): Hase Hartmann

Hase Hartmann – wenn Träume wahr werden

Eine lesenswert-Rezension von Ava, Daniel, Eva, Jannis, Jule, Malina, Mara, Martin, Mats (2018)

Normalerweise bekommen Kinder zu Ostern Geschenke vom Osterhasen. Doch bei den Hartmanns ist das ein bisschen anders.

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