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Titelbild
Lowery, Mark:
Wie ein springender Delfin
Aus dem Englischen von Uwe-Michael Gutzschhahn Reinbek: Rowohlt 2017
OA 2018 u.d.T.: Charlie and me. 421 miles from home
218 Seiten
€ 14,99
Übergangsbuch ab 12 Jahren

Lowery, Mark und Uwe-Michael Gutzschhahn (Übersetzer): Wie ein springender Delfin 

Frei sein

von Marieke Gellrich, Marie Kern und Inga Vogt (2017)

Wie gehören eine lange Reise zweier unzertrennlicher Brüder, eine Verfolgung mit der Polizei, eine besonders wichtige Keksdose, Gedichte eines Dreizehnjährigen und die Freiheit eines Delfins zusammen? Sie sind tragende Handlungselemente von Mark Lowerys neuem Roman „Wie ein springender Delfin“.

Mit einer Keksdose im Gepäck begibt sich der dreizehnjährige Martin mit seinem kleinen Bruder Charlie, ohne das Wissen der Eltern, heimlich auf die Reise ans Meer nach St. Bernards. Dort begegneten sie bei ihrem letzten gemeinsamen Familienurlaub einem Delfin. Für den herzkranken Charlie hat der Delfin eine besondere Bedeutung, denn dieser kann sich frei und ausgelassen im Meer bewegen. Ziel der Reise ist es, den Delfin wiederzusehen. Martin hat die Zugreise gut geplant und doch will nicht alles so klappen, wie er sich das vorgestellt hat. Er verliert Charlie und seinen Rucksack mit der Keksdose und muss sich mit Polizist*innen und Schaffner*innen herumschlagen. Und dann drängt sich ihnen noch dieses schräge und etwas gruselige Mädchen auf.

Martin erzählt rückblickend nicht so zuverlässig, wie anfangs vermutet, und es kommt zu einer überraschenden Wendung der Geschichte. Der Roadtrip der beiden Jungen wird durch das zentrale Thema des Romans abgelöst: Wie verarbeitet man den Tod eines geliebten Menschen? Wie unterschiedlich gehen Menschen mit dem Tod um? Der Protagonist in Mark Lowerys „Wie ein springender Delfin“ hat seinen ganz eigenen Weg gefunden, loszulassen und gibt den anderen Figuren des Romans die Möglichkeit, es ihm gleichzutun – und dabei spielt die