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Film-Lesebar

Lass, Jakob (Regie): Tiger Girl
„Wie sehr haben wir Lust, heute jemandem in die Fresse zu schlagen?“ – Der deutsche Jugendfilm kann auch anders
von Julia Adrian und Pia Wilms (2017)

 „Du bist viel zu lieb! Du bist zu höflich. Höflichkeit ist eine Art Gewalt gegen dich selbst!“ – Das ist das Lebensmotto der rebellischen ‚Tiger‘, aus dessen Geist sie aus der pflichtbewussten Maggie die selbstbewusste, aber leider auch sehr gewaltbereite ‚Vanilla the Killa‘ formen: Diese ‚Umbenennung‘ markiert also eine Art Taufe und sie ist zugleich der Beginn einer zunächst unwahrscheinlichen Freundschaft, denn ‚Tiger‘ (Ella Rumpf), deren bürgerlicher Name nicht genannt wird, und Maggie (Maria Dragus) sind zunächst gegensätzlich wie Tag und Nacht.

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Bora Dagtekin (Regie): Fack ju Göhte 3
Unterhaltung zwischen Konfusion, Spaß und Vulgarität
von Ines Plunien (2017)

„Wenn jemand die Tür zu deiner Zukunft zuhält, dann tritt sie halt kaputt, Chantal!“ Mit dieser Aufforderung motiviert Lehrer Zeki Müller (Elyas M’Barek) seine Schüler*innen gewohnt harsch und bringt sie auf Kurs Richtung Erwachsenwerden: Denn der nach wie vor äußerst unkonventionelle Lehrer, der eigentlich keiner sein sollte, wollte oder dürfte, begleitet die Schüler*innen der Problemklasse 11b auf ihrem Weg zum Abitur. Daneben haben allerdings sowohl die Schüler*innen als auch Lehrer*innen der berühmt-berüchtigten Goethe Gesamtschule noch einiges Andere im Kopf, zumal die Schüler*innen der 11b einen gehörigen Dämpfer erhalten, als ihnen in einem Berufsinformationszentrum aufgezeigt wird, welche Berufe sie in der Zukunft ‚wirklich‘ erwarten könnten…


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Osborne, Mark (Regie): Der kleine Prinz
Eine unerwartet andere Literaturverfilmung:
Erster Animationsfilm der zeitlosen Geschichte „Der kleine Prinz“

von Mirjam Mörchen (2017)

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar.“ – Näher an der Wahrheit könnte dieser Satz nicht sein und trotzdem ist es gelungen, die bedeutende Geschichte des kleinen Prinzen sichtbar zu machen.

Das kleine Mädchen (im Original: Stimme von Mackenzie Foy) lebt das Leben, das ihre Mutter (im Original: Stimme von Rachel McAdams) sich für sie vorstellt:

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Erwa, Jakob Moritz (Regie): Die Mitte der Welt
Schwul, verliebt, alleine gelassen?
Die Welt dreht sich trotzdem weiter!

von Lea Blume, Miriam Lohrmann, Michelle Schulze Langenhorst und Anna-Lena Vennewald  (2017)


Die Darstellung von Homosexualität bei Heranwachsenden stellt in Jugendfilmen immer noch durchaus ein Wagnis dar, das die Literaturadaption Die Mitte der Welt eingeht und durchaus meistert: Der Adoleszenzfilm erzählt insgesamt überzeugend vom bewegenden und chaotischen (Liebes-)Leben eines jungen Mannes, der auf viele harte Proben gestellt wird und letztendlich seinen Lebensmittelpunkt findet.

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Van Dusseldorp, Simone (Regie): Der Fall Mäuserich
Ernste Themen und albernes Gesinge:
„Der Fall Mäuserich” versucht den Tanz auf dem Drahtseil
von Behnam Ahansa, Henri Lossignol und Lea Schlömann (2017)

Simone Van Dusseldorp spricht in ihrem Kinderfilm ernste Themen wie Ausgrenzung und vor allem auch die Endlichkeit des Lebens sowie den Umgang mit Trauer an. – Doch kann ein Tier-Freundschaftsfilm, der zugleich auch ein Kindermusical sein will, durch eine Darstellung mit reichlich Gesang und Tanz diesen schwierigen Themen gerecht werden?

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Lowery, David (Regie): Elliot, der Drache
Schmunzelmonster reloaded oder Eine alte Geschichte für eine neue Generation 
von Lena Göbbels, Anna Lammerschmidt und Emma Schuren (2017) 

Nachdem seine Eltern während eines Ausfluges verunglückten, läuft der fünfjährige Pete (Oakes Legley) verängstigt in den Wald. Als er von einem Rudel Wölfe umzingelt wird, rettet ihn ein riesiger, grüner, auf den ersten Blick furchteinflößender, doch in Wirklichkeit überaus freundlicher und fürsorglicher Drache. Pete tauft seinen neuen Freund und Elternersatz auf den Namen Elliot – und von da an leben die beiden unhinterfragt und glücklich zusammen im Wald.

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Groos, Wolfgang (Regie): Groos, Wolfgang (Regie)
Weniger ist manchmal mehr!
Der zweite Teil der Filmreihe von Rico und Oskar
von Theresa Fischer, Sandra Scholz und Johannes Uerlichs (2015) 

Rico, Oskar und das Herzgebreche ist der zweite Teil der Filmtrilogie nach den Bestsellerromanen von Andreas Steinhöfel. Nachdem Rico und Oskar den Entführer Mister 2000 die Stirn geboten haben, folgt ein weiteres spannendes Abenteuer. Anders als in Ricos Träumen stellt sich am Anfang des Films während eines Besuches seines Freundes Oskar schnell heraus, dass die Welt der Erwachsenen nicht immer einfach und friedlich ist. Ricos Mama hütet ein Geheimnis, das der gewiefte Oskar nach kurzer Zeit enthüllt und in das er seinen Freund Rico einweiht. 

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Spielberg, Steven (Regie): BFG – Big Friendly Giant 
Traumfänger mit Sprachfehler
von Luca Portong (2017) 


Ungewöhnliche Freundschaften geben meistens erfolgreiches Filmmaterial ab. So auch hier in Spielbergs 2016er Neuverfilmung von Roald Dahls Sophiechen und der Riese. 

„Die anderen sagen: „Die Geisterstunde ist um Mitternacht.“ Ich glaube, sie ist um drei Uhr nachts, dann, wenn ich als einzige noch wach bin.“ Welche Bedeutung diese Zeit für sie haben wird, erfährt Sophie schon bald am eigenen Leib. 

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Gsponer, Alain (Regie): Heidi
Der Ruf des Adlers. 
Alain Gsponer lässt Heidi in einem neuen Glanz erscheinen 
von Julia Dreseler, Janina Fischer und Ramona Winkelmann (2017) 


Wer kennt es nicht, das kleine, lebensbejahende, mutige Waisenmädchen Heidi, dessen Geschichte immer wieder neu und anders erzählt wird?! – Alain Gsponer legt mit seiner prominent besetzen Adaption aus dem Jahr 2015 eine gefällige und zeitgemäße Version dieses ‚Schweizer Mythos‘ vor (es ist die insgesamt elfte Verfilmung des Klassikers von Johanna Spyri seit 1952). 

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Hosoda, Mamoru (Regie): Der Junge und das Biest
Von Monstern und Menschen
von Melanie Seeliger und Liana Yugay (2017)

Dieser gewitzt philosophische, themenvolle und anspielungsreiche, aber auch actionreiche japanische Anime-Film erzählt die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen einem Jungen und einem Monster aus einer parallelen Tiermonsterwelt. Beide werden vom Schicksal zusammengeführt, könnten aber unterschiedlicher nicht sein, entwickeln sich jedoch im Laufe der Jahre zu einem unschlagbaren Team, was anfangs noch undenkbar erschien. 

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Yildirim, Özgür (Regie): Boy 7
Resozialisierung 2.0 – Wer bin ich wirklich?
„Boy 7“ auf der Suche nach sich Selbst
von Fariba Adib Eslamieh, Janna Kratz und Jasmin Nasilowski (2017) 

„Ich schreibe das hier alles für den Fall, dass ich mich so wie die anderen irgendwann nicht mehr erinnern kann. Falls das passiert sein sollte, heißt das, mein Plan ist danebengegangen. Dann hoffe ich, dass du jetzt der Richtige bist, der das liest. [...] Denn ich bin du.“ 

Ein junger Mann wacht in einem U-Bahn Schacht auf. Wo ist er?

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Bornhak, Achim (Regie): Der Nachtmahr
Zwischen Vision und Stärke. 
Ein Mädchen im Strudel eines Albtraums 
von Luisa Mertens und Maria Nikolaidou (2017) 

Ein Lärmen, ein Dröhnen, ein Kratzen. Tinas Welt ändert sich schlagartig, als sie nach einer Party plötzlich jede Nacht entsetzliche Albträume erlebt, in denen sie von einer hässlichen Kreatur heimgesucht wird. Woher stammt dieses Wesen und wieso kann niemand außer ihr es sehen? Oder irrt sie sich? 

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Spielberg, Steven (Regie): BFG – Big Friendly Giant 
Traumfänger mit Sprachfehler
von Luca Portong (2017) 


Ungewöhnliche Freundschaften geben meistens erfolgreiches Filmmaterial ab. So auch hier in Spielbergs 2016er Neuverfilmung von Roald Dahls Sophiechen und der Riese. 

„Die anderen sagen: „Die Geisterstunde ist um Mitternacht.“ Ich glaube, sie ist um drei Uhr nachts, dann, wenn ich als einzige noch wach bin.“ Welche Bedeutung diese Zeit für sie haben wird, erfährt Sophie schon bald am eigenen Leib. 

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Boone, Josh (Regie): Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Kann man als "tickende Zeitbombe" lieben?
von Lorena Schunk und Juliane Ossenkopp (2017) 

Das Melodrama „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ von Josh Boone ist eine energiegeladene und gefühlvolle Adaption des gleichnamigen Bestsellerromans von John Green. Es handelt von der 16-jahrigen Hazel Grace Lancester (Shailene Woodley), die an Krebs erkrankt ist. Sie kann nicht mehr selbstständig atmen und trägt daher immer eine Sauerstoffflasche mit sich. Auf Wunsch ihrer besorgten Eltern besucht sie eine – ihr verhasste Selbsthilfegruppe – für jugendliche Krebspatient*innen.

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Vollmar, Neele Leana (Regie): Rico, Oskar und der Diebstahlstein
Laurel und Hardy im Kinderfilmformat. 
Ein würdiger Abschluss der Rico, Oskar Trilogie

von Pauline Dittert und Marlene Keller (2017) 

Dem Motto des Titelsongs von Roger und Schu „weil es mit Abenteuern so, wie mit ‘ner Chipstüte ist – ist da noch mehr da?“ folgend, stürzen sich die beiden Freunde Rico (Anton Petzold) und Oskar (Juri Winkler) in ihren dritten Fall, der wie bei der gleichnamigen Vorlage von Andreas Steinhöfel die Trilogie abschließt. Ganz im Stil von Laurel und Hardy ermitteln die zwei Freunde, die unterschiedlicher nicht sein könnten, das Verschwinden des sogenannten Diebstahlsteins. 

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